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Raumbezugsfestpunkte

Raumbezugsfestpunkte (RBP,) die man früher auch als trigonometrische Punkte bezeichnete, wurden zum größten Teil zu Zeiten eingerichtet, als an Satellitenvermessung noch nicht zu denken war und stellten lange die einzige Möglichkeit dar, ein amtliches Lagebezugssystem vorzuhalten.

Die Bereitstellung des amtlichen Lagebezuges in Sachsen erfolgt grundsätzlich über die SAPOS-Dienste. Sofern Nutzer mit terrestrischen Messverfahren arbeiten, können sie sich dafür erforderliche Bezugspunkte am Boden unter Verwendung der SAPOS-Dienste selbst schaffen.

Raumbezugsfestpunkt

Raumbezugsfestpunkt als Pfeilervermarkung mit Schutzsäulen

Schutzkasten

Raumbezugsfestpunkt als Grundständer unter Schutzkasten

 
Ein dichtes Netz von Raumbezugsfestpunkten (RBP), über welches in der Vergangenheit europäische, bundes- und landesweite Koordinatenreferenzsysteme für den Lagebezug bereitstellt wurden, ist bei der heute verfügbaren Messtechnologie nicht mehr erforderlich und wird daher nicht mehr dauerhaft vorgehalten.

Ein geringer Teil des Raumbezugsfestpunktfeldes, welcher der Öffentlichkeit weiterhin zugänglich ist, wird jedoch weiterhin laufend gehalten. Es handelt sich dabei größtenteils um multifunktionale RBP, die gleichzeitig Schwerefestpunkte sind.

Ein sukzessiver Rückbau der weiteren, fachlich nicht mehr erforderlichen aber örtlich noch vorhanden Raumbezugsfestpunkte erfolgt dort, wo Eigentümerinteressen und Verkehrssicherungsaspekte dies erfordern.

Alle übrigen RBP werden, nachdem sie in einen dauerhaft verkehrssicheren Zustand versetzt wurden, nicht mehr gepflegt, stehen aber im Datenvertriebssystem weiterhin zur Verfügung. An den GeoSN herangetragene Meldungen über den Zustand dieser Punkte sowie Meldungen über den Wegfall solcher Punkte vor Ort werden auch künftig in den Datenbestand eingearbeitet.

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