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Fachliche Details

Im Freistaat Sachsen existieren ca. 14 500 RBP in der Örtlichkeit. Die Erhaltung eines Raumbezugsfestpunktfeldes dieser Dichte ist nach dem Stand der Technik nicht mehr erforderlich. Deshalb werden künftig lediglich die Punkte, die zum bundeseinheitlichen Festpunktfeld gehören, die Punkte, die identisch mit Schwerefestpunkten sind, sowie deren Anschlusspunkte langfristig erhalten. In den kommenden Jahren wird das Raumbezugsfestpunktfeld nach einer Bestandserfassung sukzessive ausgedünnt, so dass neben den o.g. langfristig zu erhaltenden RBP nur noch solche Punkte in der Örtlichkeit verbleiben, die ohne verbleibendes Gefährdungspotential, wie z.B. defekte Schutzsäulen, sich selbst überlassen werden können.
Damit kann sich der Punktabstand auf 2 bis 4 km vergrößern.

Etwa 8000 RBP können als Transformationspasspunkte zum hochpräzisen Datumsübergang zwischen RD/83 und ETRS89 benutzt werden. Weitere Informationen zu geodätischen Grundlagen und zur Umstellung des amtlichen Lagebezugssystems auf ETRS89_UTM33 finden Sie hier.

Genauigkeit und Bestimmung

Die Genauigkeit der Lagekoordinaten der RBP liegt zwischen ± 5 mm und ± 3 cm.
Die Genauigkeit der Höhen der RBP beträgt ± 1 cm bis ± 5 cm.

Die Koordinaten- und Höhenbestimmung im Raumbezugsfestpunktfeld erfolgt mit satellitengeodätischen Messungen, Nivellement und durch terrestrische Winkel- und Streckenmessung.

Vermarkung und Schutzeinrichtungen

In der Regel werden RBP durch Granitpfeiler (Tagesmarke) mit unterirdischer Zentrumsplatte vermarkt. Es kommen auch Bolzen-, Schrauben- und Rohrvermarkungen zum Einsatz. Im Boden vermarkte RBP sind in der Regel durch unterirdische Granitplatten oder Bolzen gesichert und können so auf unveränderte Lage überprüft werden. RBP können auch geeignete bauliche Anlagen sein wie z. B. Kirchtürme.
Granitpfeiler tragen an der Südseite die Bezeichnung "TP" und an der Nordseite die Markierung "Δ".
Sofern zum Schutz des Punktes erforderlich sind in einem Abstand von ca. 1 m rot-weiße Schutzsäulen aufgestellt. Unterirdische Vermarkungen in Ortslagen werden in der Regel durch gusseiserne Schutzkästen geschützt.
 

Marginalspalte

Link zum Verwaltungsauftritt des Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN)
 

Kontakt

  • PostanschriftStaatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
    Referat
    Geodätischer Raumbezug
    Postfach 10 02 44
    01072 Dresden